Arbeitsmarkt

Arbeiten in Österreich

von
Tischler beim Sägen von Holz

arbeiten.at richtet sich mit seinem Jobbörsen-Netzwerk auch an Bewerber in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Mit dem Wegfall der Arbeitnehmer-Beschränkungen für die osteuropäischen EU-Länder im Jahr 2011 wurde Österreich vor allem für grenznahe ausländische Arbeitskräfte interessant.

Staatsbürger aus oben genannten Ländern sowie deren Angehörige (Ehepartner, Kinder, Stief- und Adoptivkinder) haben keinerlei Einschränkungen hinsichtlich Niederlassungsfreiheit und Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt und benötigen keine Beschäftigungsbewilligung. EU-Bürger aus Bulgarien und Rumänien müssen sich hingegen noch etwas gedulden – für sie gelten bis voraussichtlich Ende 2013 noch einschränkende Übergangsbestimmungen.

Saisonarbeit

Vor allem im Tourismus und in der Land- und Forstwirtschaft besteht eine hohe Nachfrage nach Saisonarbeitskräften, die am österreichischen Arbeitsmarkt nur ungenügend abgedeckt werden kann. Bedarf an saisonaler Unterstützung in der Landwirtschaft herrscht vor allem in Ostösterreich (Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Wien) – hier werden im Frühjahr und Herbst Erntehelfer benötigt. In den klassischen Tourismusregionen werden ganzjährig, vor allem aber von Mai bis Oktober, Fachkräfte für Küche, Restaurant und Service gesucht. Aber auch Hilfskräfte (Küchenhelfer, Reinigungspersonal, Stubenmädchen/Etagenkräfte, Hilfskellner, Schankpersonal) stehen hoch im Kurs.

Da im Tourismus spezielle arbeitsrechtliche Bestimmungen gelten (v.a. hinsichtlich Durchrechnungszeiträumen und Regelungen für Ruhepausen und freie Tage) sollten sich Bewerber vor Dienstantritt über ihre Rechte und Pflichten besonders genau informieren. Informationen dazu gibt es etwa auf der Website der Arbeiterkammer.

Bewerbung in deutscher Sprache

Auch wenn der gewünschte Arbeitsplatz nicht immer perfekte Deutschkenntnisse voraussetzt, empfiehlt arbeiten.at dennoch, Bewerbungsschreiben und Lebenslauf in deutscher Sprache zu verfassen – es sei denn, das Stelleninserat verlangt ausdrücklich nach einer anderen Sprache. In Österreich ist es üblich, der Bewerbung neben dem Anschreiben und Lebenslauf auch ein Foto sowie Dienst- und Schul-Zeugnisse bzw. Arbeitsbestätigungen beizulegen. Unterstützung beim Verfassen eines Lebenslaufes finden Bewerber u.a. auf www.stepstone.at oder auf bewerbung.de.

Arbeiten und Arbeitsrecht: Arten von Beschäftigungsverhältnissen

Grundsätzlich sieht das Arbeitsrecht in Österreich drei Varianten von Beschäftigungsverhältnissen vor:

  • Arbeitsvertrag: wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgeschlossen
  • Freier Dienstvertrag: Wird zwischen Auftraggeber und freiem Dienstnehmer abgeschlossen
  • Arbeitnehmerähnliches Beschäftigungsverhältnis: Neue Selbständige sowie Werkunternehmer mit Gewerbeschein

Weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema finden Sie unter www.arbeiterkammer.at

Mitgliedschaft in Arbeiterkammer und Gewerkschaft

Jeder Arbeitnehmer in Österreich ist automatisch Mitglied der Arbeiterkammer und hat dadurch Anspruch auf rechtliche Vertretung. Gewerkschaftsmitglied wird man hingegen nur über Ansuchen. Die Arbeiterkammer bietet u.a.:

  • Rechtsschutz-Vertretung vor dem Arbeits- und Sozialgericht
  • Rechtsberatung (z.B. im Bereich Lehrlings- und Jugendschutz, Arbeitslosigkeit, Sozialversicherung, Lohnsteuerfragen, Kollektivverträge)
  • Konsumentenschutz
Arbeiterkammern und Gewerkschaften bilden einen Teil der in Österreich traditionell verankerten “Sozialpartnerschaft”. So verhandeln Gewerkschaften im Rahmen der Sozialpartnerschaft auch die Kollektivverträge (KV) für diverse Branchen. Ein Kollektivvertrag ist eine Vereinbarung, die grundsätzlich gleiche Mindeststandards bei Entlohnung (“Mindestlöhne”) und Arbeitsbedingungen für ArbeitnehmerInnen einer Branche garantiert.